Politik in Lage

Carsharing-Stellplatz Gerichtssstr. Detmold
Ein kleiner 'Testbericht' vom 3. 2. 2018Artikel kommentieren


Auch in Lage soll es demnächst ein Carsharingangebot geben - Siehe unsere Anfrage vom 26. 11. 2017. Eine Testfahrt kann man jetzt schon unternehmen. Hier unser Bericht.
      .

Testfahrt mit dem Carsharing-E-Fahrzeug

Die Carsharing-Lösung, die für Lage geplant ist, wird von der Firma APP2drive zur Verfügung gestellt. Sie jetzt schon zu testen ist kein Problem. Die Fahrzeuge in der Näche des Bahnhofs Detmold bieten sich an.

Doch zunächst muß man sich anmelden. Dies geht unkompliziert online auf der Webseite des Anbieters. Man muß Führerschein und Ausweiskopie hochladen und nach wenigen Tagen erhält man Kundennummer und wird freigeschaltet. Man kann unter verschiedenen Tarifen wählen. Ich entscheide mich für den Basistarif. Der verlangt keine Grundgebühr. Abgerechnet wird nach Zeit und Kilometer. Die Preise sind unterschiedlich, ja nach gewähltem Fahrzeug. Kraftstoff ist im Preis inbegriffen.

Nun kann es losgehen. Auf der Webseite nachschauen, wo ein Fahrzeug zum Wunschtermin zu Verfügung steht. Gegenüber dem Bahnhof Detmold am 'Sinalcohaus' ist ein Stellplatz von App2drive, aber für den Termin am nächsten morgen um 11.00 ist kein Fahrzeug vorhanden. Ein paar Meter weiter der Stellplatz am Landgericht. Ja, hier steht ein Renault Zoe bereit. Meine Buchung wird per Mail bestätigt.

Am nächsten Morgen ... Der Zug bringt mich in wenigen Minuten nach Detmold. Wo ist denn die Gerichtsstraße Nr.6 ... hinter dem Landgerichtsgebäude. Ja da steht das Fahrzeug. Es hängt mit dem Kabel an der Aufladestation. Wie kommt man in das Auto? Man kann es mit der App auf dem Smartphone öffnen. Ich habe die App noch nicht runtergeladen. Eine weitere Möglichkeit ist, den Anbieter anrufen. Gesagt - getan. Einmal läuft der Ansagetext, dann ist ein Mensch an der Leitung. Ich gebe Buchungsnummer und Kennwort durch. 'Bitte warten Sie 30 Sekunden' Ja, jetzt blinkt es und das Klacken der Schlösser zeigt mir an, daß geöffnet wurde.

Im Handschuhfach finde ich den Schlüssel bzw. die Plastikkarte, die seine Funktion ausübt. Oh je! - ich habe seit Jahren nicht mehr hinter einem Steuer gesessen - ob das klappt? Zuerst muß ich dem Wagen die Fesseln abnehmen - das Ladekabel. Es läßt sich nicht aus den Steckdosen ziehen - logisch, da könnte ja jeder kommen. Auf der Schlüsselkarte sind nicht nur Köpfe für Schließen und Öffen des Fahrzeugs, sondern ein weiterer, mit dem man die Verriegelung der Ladestecker löst. Kabel im Kofferraum verstaut und hinter dem Steuer Platz genommen. Wie startet man ein E-Auto? Über der Konsole ist ein Schlitz für die Plastikkarte. Einschieben - das Display leuchtet auf. Es zeigt mir, das Fahrzeug ist voll aufgeladen und bereit für eine Fahrt von 234 km. Das dürfte für mich heute reichen.

Eine freundliche Lautsprecherstimme macht mich darauf aufmerksam, daß ich auf die Bremse treten muß und dann den Startknopf betätigen kann. Das E-Auto ist logischerweise ein Automatik, denn normale Getriebe sind hier überflüssig. Ich finde den Rückwärtsgang, lasse langsam die Bremse los und trete vorsichtig aufs Gas. Lautlos rollt der Wagen zurück. Nochmal vor, nochmal zurück, dann schaffe ich es aus der Parklücke und bin froh die ersten Meter in einer kleinen Nebenstraße fahren zu können und mit der Ampel gesichert auf die Paulinenstraße zu kommen. Als mein linker Fuß vergeblich nach dem Kupplungspedal sucht merke ich, daß man Autofahren nicht verlernt und gewöhne mich schnell an das fehlende Motorgeräusch... Das Auto bringt mich sicher an mein Ziel und wieder zurück nach Detmold an seinen Stellplatz, wo ich es wieder an die Strippe hänge.
   


nach oben
Zur Startseite